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# Chinesische Y-9-Aufklärungs- und Patrouillenflugzeuge: Drei Maschinen binnen zwei Tagen über das Ostchinesische Meer bis in den Pazifik … Japanische Kampfjets steigen wiederholt auf
- URL: https://www.bexus.info/20261024-news-107-de/
- Published: 2026-10-24T08:07:43.000Z
- Updated: 2026-10-24T10:48:23.000Z
- Description: Der Gemeinsame Generalstab Japans gab am 23. bekannt, dass ein Y-9-Patrouillenflugzeug und ein Y-9-Aufklärungsflugzeug des chinesischen Militärs am 20. sowie ein Y-9-Aufklärungsflugzeug am 21. von morgens bis nachmittags den Luftraum über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik überflogen hätten, w
- Author: Alfred Kim
- Tags: german, 인도태평양

TOKIO

Drei Flugzeuge der chinesischen Y-9-Serie sind am 20\. und 21\. über zwei Tage hinweg über das Ostchinesische Meer und den Pazifik geflogen, woraufhin Jagdflugzeuge der japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräfte zu Alarmstarts aufstiegen. Der Gemeinsame Generalstab des japanischen Verteidigungsministeriums teilte am 23\. in zwei Bekanntmachungen mit, dass am Dienstag, den 20., ein Y-9-Patrouillenflugzeug und ein Y-9-Aufklärungsflugzeug sowie am Mittwoch, den 21., von vormittags bis nachmittags ein Y-9-Aufklärungsflugzeug über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik identifiziert worden seien. Am selben Tag gab der Gemeinsame Generalstab zudem bekannt, dass ein russisches IL-20-Aufklärungsflugzeug am Samstag, den 17., über das Japanische Meer (im Koreanischen als Ostmeer bezeichnet) geflogen sei.

## Am 20\. flogen chinesisches Y-9-Patrouillenflugzeug und Aufklärungsflugzeug bis über den Pazifik

Die erste am 23\. vom Gemeinsamen Generalstab herausgegebene Mitteilung trug den Titel „Chinesische Flugzeugaktivitäten rund um Japan“. Dem Dokument zufolge erfassten die Luftselbstverteidigungsstreitkräfte am 20\. chinesische Flugzeuge über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik, woraufhin Abfangjäger zu einem Alarmstart aufstiegen, um deren Aktivitäten zu überwachen. Bei den im Dokument aufgeführten Maschinen handelte es sich um ein Y-9-Patrouillenflugzeug (patrol aircraft) und ein Y-9-Aufklärungsflugzeug (intelligence-gathering aircraft).

Obwohl sie derselben Y-9-Baureihe angehören, wurden beide Maschinen mit unterschiedlichen Missionsbezeichnungen versehen. Der Gemeinsame Generalstab veröffentlichte separate Fotos der beiden Flugzeuge und bezeichnete das eine als Patrouillenflugzeug und das andere als Aufklärungsflugzeug. Ob die beiden Maschinen zur gleichen Zeit zusammen flogen und wann genau die Flüge stattfanden, geht aus dem Text der veröffentlichten englischsprachigen Mitteilung nicht hervor. Die Flugrouten wurden im Dokument lediglich in Form einer beigefügten Grafik zur „Aktivitätsübersicht“ dargestellt. Auch Typ und Anzahl der aufgestiegenen Abfangjäger wurden nicht bekannt gegeben.

Die Veröffentlichung erfolgte am 23., drei Tage nach dem Flug. Der Rubriktitel des englischsprachigen Dokuments lautet „Ereigniszusammenfassung/Chinesische Militäraktivitäten“ (Event Summary/Chinese Military Activities).

## Am 21\. flog ein Y-9-Aufklärungsflugzeug von vormittags bis nachmittags

Die zweite Mitteilung befasste sich mit dem Flug am 21\. Der Gemeinsame Generalstab erklärte, dass am 21\. von vormittags bis nachmittags ein Y-9-Aufklärungsflugzeug über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik geflogen sei und Abfangjäger der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte zur Überwachung aufgestiegen seien. Das Patrouillenflugzeug, das am Vortag noch gemeinsam aufgetreten war, tauchte in den Unterlagen dieses Tages nicht auf.

Damit belief sich die Gesamtzahl der an den beiden Tagen (20\. und 21.) erfassten Flugzeuge der Y-9-Serie auf drei. Das Y-9-Aufklärungsflugzeug erschien an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik, und auch japanische Abfangjäger stiegen an zwei Tagen in Folge auf. Auch im zweiten Dokument wurde die Flugroute lediglich anhand einer beigefügten Abbildung ausgewiesen. Auch die Flugzeiten wichen voneinander ab: Während der Flug am 21\. sowie die Flüge der Y-9 und der Drohnen am 14\. von vormittags bis nachmittags andauerten, fanden die Flüge der Y-9-Aufklärungsflugzeuge am 12\. und 25\. August jeweils am Nachmittag statt.

## Y-9 erschien auch vergangene Woche zusammen mit zwei Drohnen

Ein Y-9-Aufklärungsflugzeug war bereits eine Woche zuvor in der Nähe Japans aufgetaucht. Der Gemeinsame Generalstab gab in einer Mitteilung vom 16\. bekannt, dass am Mittwoch, den 14., von vormittags bis nachmittags drei chinesische Flugzeuge über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik erfasst worden seien. Dabei handelte es sich um ein Y-9-Aufklärungsflugzeug, eine WZ-7-Aufklärungsdrohne sowie eine mutmaßlich chinesische Drohne. Bei der dritten Drohne stufte der Gemeinsame Generalstab Zugehörigkeit, Typ und Anzahl durchgehend als „vermutet“ ein. Auch in diesem Fall stiegen Abfangjäger der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte zu einem Alarmstart auf.

Ein bemanntes Aufklärungsflugzeug und unbemannte Aufklärungsdrohnen waren somit am selben Tag gemeinsam über dem Ostchinesischen Meer und dem Pazifik im Einsatz. Der Gemeinsame Generalstab veröffentlichte im Dokument von den Luftselbstverteidigungsstreitkräften aufgenommene Fotos der Y-9 und der WZ-7 nebeneinander.

Am selben Tag, dem 14., fand im Ostchinesischen Meer auch eine gemeinsame japanisch-amerikanische Militärübung statt. Laut einer Mitteilung des Gemeinsamen Generalstabs vom 15\. führten zwei F-15-Jagdflugzeuge des 9\. Geschwaders der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte, ein E-767-Frühwarn- und Kontrollflugzeug des Frühwarngeschwaders sowie vier F-22-Tarnkappenjäger des US-Militärs an diesem Tag taktische Übungen im Luftraum über dem Ostchinesischen Meer nordwestlich von Okinawa durch. Der Gemeinsame Generalstab erklärte, mit dieser Übung sei die Entschlossenheit Japans und der Vereinigten Staaten bekräftigt worden, keine einseitigen Änderungen des Status quo durch Gewalt zu dulden. Ein Zusammenhang zwischen den Flügen der chinesischen Flugzeuge und der japanisch-amerikanischen Übung wurde in den beiden Verlautbarungen des Gemeinsamen Generalstabs nicht erwähnt.

## Flüge von Y-9-Aufklärungsflugzeugen setzten sich im ersten Halbjahr südlich der Danjo-Inseln bis vor die Okinawa-Hauptinsel fort

Die Flüge von Y-9-Aufklärungsflugzeugen über dem Ostchinesischen Meer wiederholten sich auch im ersten Halbjahr dieses Jahres. In dem vom Gemeinsamen Generalstab am 16\. veröffentlichten Bericht „Stand der Alarmstarts bis zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026“ wurden Flüge „durch chinesische Y-9-Aufklärungsflugzeuge im Ostchinesischen Meer (im September an fünf aufeinanderfolgenden Tagen bestätigt und bekannt gegeben)“ als besonderes Merkmal des ersten Halbjahres hervorgehoben.

Den im Dokument aufgeführten Fällen zufolge flogen Y-9-Aufklärungsflugzeuge am 28\. Mai, 6\. Juli, 12\. August, 19\. August und 25\. August im Ostchinesischen Meer zwischen dem Seegebiet südlich der Danjo-Inseln (男女群島) und den Gewässern vor der Okinawa-Hauptinsel bzw. absolvierten dort Hin- und Rückflüge. Im September flogen sie vom 3\. bis zum 7\. an fünf aufeinanderfolgenden Tagen dieselbe Strecke (am 6\. und 7\. als Hin- und Rückflug) und führten auch am 9\. einen Hin- und Rückflug südwestlich vor den Danjo-Inseln durch. Am 12\. Juni und 18\. August wurde im selben Luftraum zudem jeweils eine TB-001-Aufklärungs- und Kampfdrohne erfasst.

Sämtliche Vorfälle des ersten Halbjahres ereigneten sich im Ostchinesischen Meer. Der Gemeinsame Generalstab gab am 14\. August bekannt, dass am Nachmittag des 12\. August (Mittwoch) ein Y-9-Aufklärungsflugzeug über dem Ostchinesischen Meer geflogen sei, woraufhin Abfangjäger aufstiegen; auch in der Mitteilung vom 26\. August wurde das Ostchinesische Meer als Fluggebiet für den Nachmittag des 25\. August (Dienstag) angegeben. Die jüngsten Flüge am 20\. und 21\. sowie der Einsatz der drei Flugzeuge am 14\. erstreckten sich hingegen über das Ostchinesische Meer und den Pazifik. Die August-Flüge wurden jeweils ein bis zwei Tage später veröffentlicht, während der Flug vom 20\. erst nach drei Tagen bekannt gegeben wurde.

Das Dokument fasste auch Fälle von Luftraumverletzungen zusammen. Seit 1967 wurden insgesamt 49 Luftraumverletzungen registriert, davon 44 durch Russland (einschließlich der früheren Sowjetunion), 4 durch China und 1 durch Taiwan. Bei den vier chinesischen Vorfällen handelte es sich um eine Y-12 am 13\. Dezember 2012 (über den Hoheitsgewässern südlich der Insel Uotsuri-shima in den Senkaku-Inseln), eine kleine Drohne am 18\. Mai 2017 (über den Hoheitsgewässern westlich von Uotsuri-shima), eine Y-9 am 26\. August 2024 (über den Hoheitsgewässern der Danjo-Inseln in der Präfektur Nagasaki) und einen Hubschrauber am 3\. Mai 2025 (über den Hoheitsgewässern südlich von Uotsuri-shima), welcher der jüngste Fall auf der Liste ist. Generalstabschef Uchikura erklärte auf einer Pressekonferenz im April, dieser Hubschrauber sei von einem Schiff der chinesischen Küstenwache gestartet, das in japanische Hoheitsgewässer um die Senkaku-Inseln eingedrungen war. Für das Jahr 2026 sind in dem Bericht keine Luftraumverletzungen verzeichnet.

## Chinesischer Flugzeugträgerverband „Liaoning“, Zerstörer und Versorgungsschiff passierten vergangene Woche ebenfalls Japans Peripherie

Im selben Zeitraum wie die Flugzeugaktivitäten passierten auch Kriegsschiffe der chinesischen Marine nacheinander die Seegebiete um Japan. Der Gemeinsame Generalstab teilte am 16\. mit, dass die Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte am Dienstag, den 13., gegen 11:00 Uhr etwa 390 km südwestlich der Danjo-Inseln vier nach Süden fahrende chinesische Marineschiffe gesichtet hätten. Bei den vier Schiffen handelte es sich um den Flugzeugträger Liaoning der Kusnezow-Klasse (Rumpfnummer 16), zwei Zerstörer der Renhai-Klasse (103 und 104) und einen Zerstörer der Luyang-III-Klasse (123).

Diese Kriegsschiffe passierten am 14\. das Seegebiet zwischen der Okinawa-Hauptinsel und der Insel Miyako und liefen nach Südosten in den Pazifik aus. Die Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte bestätigten am selben Tag in einem Seegebiet etwa 250 km südlich der Insel Ishigaki Starts und Landungen von trägergestützten Kampfflugzeugen der Liaoning, woraufhin Abfangjäger der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte zur Reaktion auf die Trägerflugzeuge aufstiegen. In einer weiteren Mitteilung vom 19\. erklärte der Gemeinsame Generalstab, am 14\. seien rund 10 Starts und Landungen von Kampfflugzeugen und Hubschraubern auf der Liaoning bestätigt worden; am 15\. sei beobachtet worden, wie die vier Schiffe Kurs auf das Südchinesische Meer nahmen.

Es war nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die Liaoning die Meerenge zwischen der Okinawa-Hauptinsel und Miyako passierte. Laut einer Mitteilung des Gemeinsamen Generalstabs vom 23\. Juni fuhr die Liaoning zusammen mit einem Zerstörer der Renhai-Klasse (104) und einem Zerstörer der Luyang-III-Klasse (124) am 20\. Juni gegen Mitternacht etwa 130 km östlich von Miyako nach Nordwesten, passierte dann die Gewässer zwischen der Okinawa-Hauptinsel und Miyako und lief in das Ostchinesische Meer ein. Dieselben Schiffe waren zuvor am 25\. Mai im Pazifik gekreuzt, hatten vom 26\. bis 28\. Mai Starts und Landungen von Bordflugzeugen und Hubschraubern absolviert und waren am 29\. Mai in den Gewässern östlich der Philippinen nach Südosten gefahren.

In einer Bekanntmachung vom 20\. wurde zudem die Durchfahrt von zwei weiteren Schiffen gemeldet. Die Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte erfassten am Freitag, den 16., gegen 23:00 Uhr etwa 140 km westlich der Insel Kuchinoerabu einen Zerstörer der Luyang-III-Klasse (121) und ein schnelles Einsatzgruppen-Versorgungsschiff der Fuyu-Klasse (901), die nach Südosten fuhren. Beide Schiffe passierten am 17\. die Osumi-Straße in östlicher Richtung und liefen in den Pazifik ein. Die Meeresselbstverteidigungsstreitkräfte behielten beide Schiffe kontinuierlich unter Beobachtung, so der Gemeinsame Generalstab.

Chinesische Kriegsschiffe passierten den gesamten Sommer über wiederholt die Gewässer zwischen den japanischen Inseln. Einer Mitteilung des Gemeinsamen Generalstabs vom 8\. Juli zufolge passierte eine Fregatte der Jiangkai-II-Klasse (599) am 26\. Juni die Meerenge zwischen der Okinawa-Hauptinsel und Miyako in Richtung Südosten, während ein Zerstörer der Luyang-II-Klasse (153) am 29\. Juni die Osumi-Straße nach Osten durchquerte. Beide Schiffe fuhren am Dienstag, den 7\. Juli, gegen 04:00 Uhr morgens etwa 50 km nordöstlich der Insel Amami-Oshima nach Westen und liefen zwischen Amami-Oshima und der Insel Yokoate in das Ostchinesische Meer ein. Laut einer Mitteilung vom 26\. August fuhren am Samstag, den 22\. August, gegen 05:00 Uhr morgens ein Zerstörer der Luyang-III-Klasse (159) und eine Fregatte der Jiangkai-II-Klasse (537) aus einem Seegebiet etwa 90 km südwestlich der Insel Kume sowie ein Zerstörer der Luyang-III-Klasse (133) und eine Fregatte der Jiangkai-II-Klasse (535) aus einem Seegebiet etwa 70 km westlich von Kume nach Süden, passierten die Gewässer zwischen der Okinawa-Hauptinsel und Miyako und stießen in den Pazifik vor. Dieselben vier Schiffe kehrten am Dienstag, den 15\. September, zurück: Die Einheiten 159 und 537 wurden gegen 07:00 Uhr morgens etwa 50 km südöstlich von Kap Toi (都井岬) erfasst und liefen durch die Osumi-Straße westwärts in das Ostchinesische Meer ein; die Einheiten 133 und 535 wurden gegen 10:00 Uhr etwa 100 km nordöstlich von Amami-Oshima gesichtet und passierten das Seegebiet zwischen Amami-Oshima und Yokoate in Richtung Ostchinesisches Meer, wie der Gemeinsame Generalstab am 18\. September mitteilte.

## Auch russisches IL-20-Aufklärungsflugzeug flog am 17\. über das Japanische Meer

Nicht nur chinesische Flugzeuge waren im Umfeld Japans unterwegs. In einer gesonderten Mitteilung vom 23\. gab der Gemeinsame Generalstab bekannt, dass am 17\. von vormittags bis nachmittags ein russisches IL-20-Aufklärungsflugzeug über dem Japanischen Meer geflogen sei, woraufhin Abfangjäger der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte alarmiert wurden. Der Titel des Dokuments lautete „Russische Flugzeugaktivitäten rund um Japan“, und die Veröffentlichung erfolgte sechs Tage nach dem Flug.

Auch Flüge der IL-20 über dem Japanischen Meer wiederholen sich in diesem Jahr. Der Halbjahresbericht zu den Alarmstarts nannte als weitere Merkmale des ersten Halbjahres „Flüge von russischen IL-20-Aufklärungsflugzeugen in Richtung des Japanischen Meeres und des Pazifiks“ sowie „gemeinsame Langstreckenflüge von chinesischen H-6-Bombern und russischen Tu-95-Bombern“. Das Dokument führte unter anderem IL-20-Flüge am 7\. April, 21\. Mai, 22\. Mai, 24\. Juli, 27\. Juli, 10\. August, 11\. August, 21\. August, 5\. September und 25\. September als Beispiele an. Am 22\. Mai, 24\. Juli und 5\. September gab es zudem Flüge zwischen dem Japanischen Meer, dem Ochotskischen Meer und dem Pazifik. Auch chinesisch-russische Gemeinschaftsflüge fanden statt. Dem Bericht zufolge schlossen sich am 27\. Juni chinesische Bomber und Begleitflugzeuge, die aus dem Ostchinesischen Meer in das Japanische Meer geflogen waren, über dem Japanischen Meer mit russischen Bombern und Begleitflugzeugen zusammen und flogen gemeinsam bis in das Ostchinesische Meer. Anschließend stießen aus dem Japanischen Meer kommende russische Bomber im Ostchinesischen Meer zu chinesischen Bombern, passierten das Gebiet zwischen der Okinawa-Hauptinsel und Miyako und flogen gemeinsam über eine weite Strecke in den Pazifik vor Shikoku. An dieser Mission nahmen laut Dokument zwei chinesische H-6-Bomber und J-16-Kampfflugzeuge sowie zwei russische Tu-95-Bomber, zwei Tu-142-Patrouillenflugzeuge und ein Su-35-Jagdflugzeug teil. Am 21\. Juli flogen ein russischer Tu-95-Bomber und ein Su-35-Jagdflugzeug über das Japanische Meer.

Gemeinsame Langstreckenflüge chinesischer und russischer Bomber sind kein neues Phänomen. Generalstabschef Uchikura erklärte auf einer Pressekonferenz im April, dass bereits im Dezember 2025 „Bomber des chinesischen und des russischen Militärs einen gemeinsamen Langstreckenflug über den Pazifik bis vor die Küste von Shikoku durchgeführt haben“.

## Alarmstarts der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte im ersten Halbjahr bei 442 – Anstieg um 177 gegenüber Vorjahreszeitraum

Nach Angaben des Gemeinsamen Generalstabs belief sich die Zahl der Alarmstarts der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 (1\. April bis 30\. September) auf 442, was einem Zuwachs von 177 Einsätzen gegenüber den 265 im Vorjahreszeitraum entspricht. Davon richteten sich 285 Einsätze gegen chinesische Flugzeuge (198 im Vorjahreszeitraum) und 152 gegen russische Maschinen (59 im Vorjahreszeitraum). Gegen nordkoreanische Flugzeuge gab es 0 Einsätze, sonstige machten 5 Fälle aus (im Vorjahreszeitraum 8). Aufgeschlüsselt nach Regionalkommandos verzeichnete das Südwest-Luftverteidigungskommando mit 201 Einsätzen die meisten Alarmstarts (189 im Vorjahreszeitraum), während das West-Luftverteidigungskommando auf 102 Einsätze kam – ein deutlicher Anstieg gegenüber 14 im Vorjahreszeitraum.

Laut der im Dokument enthaltenen Jahrestabelle lagen die Alarmstarts im Geschäftsjahr 2022 bei 778, 2023 bei 669, 2024 bei 704 und 2025 bei 595\. Generalstabschef Uchikura (内倉) betonte auf einer Pressekonferenz am 17\. April, dass die Alarmstarts im Geschäftsjahr 2025 „insgesamt 595 erreichten und sich weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen“. Der Generalstabschef erklärte, die Selbstverteidigungsstreitkräfte würden die Zusammenarbeit mit Verbündeten und gleichgesinnten Staaten weiter vertiefen und „weiterhin alles für Wachsamkeit und Überwachung tun sowie strikte Maßnahmen gegen Luftraumverletzungen ergreifen“. Bezüglich chinesischer Drohnen führte er aus: „Im Geschäftsjahr 2025 erfolgten 16 Bekanntmachungen“, was einem Rückgang um 7 gegenüber dem Vorjahr entspreche. Auf die von einem Journalisten auf derselben Pressekonferenz vorgelegten Zahlen zu Alarmstarts gegen russische Flugzeuge (174 im Geschäftsjahr 2023, 237 im Geschäftsjahr 2024 und 214 im Geschäftsjahr 2025) antwortete er: „Was die Entwicklung betrifft, verhält es sich so, wie Sie gefragt haben.“ Der Reporter verwies darauf, dass die Alarmstarts gegen chinesische Flugzeuge im Geschäftsjahr 2025 mit 366 um fast 100 unter dem Vorjahreswert lagen, und fragte, ob dies auf veränderte Aktivitäten Chinas oder auf Anpassungen bei den Einsätzen der Selbstverteidigungsstreitkräfte zurückzuführen sei. Der Generalstabschef lehnte eine Antwort mit der Begründung ab, es sei „schwierig, eine definitive Aussage“ über den Zusammenhang zwischen den Aktivitäten des chinesischen Militärs und der Zahl der Alarmstarts zu treffen, da dies „unsere Reaktionsmuster offenlegen würde“.

Auch im Oktober folgten Berichte über Aktivitäten von Y-9-Flugzeugen, Drohnen und Flugzeugträgerverbänden in Japans Umgebung im Wochenabstand aufeinander. Verteidigungsminister Koizumi (小泉) reagierte am 23\. auf einer Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung auf eine Frage zu Bauten in einer chinesischen Wüste mit den Worten, das Ministerium sehe von einer Bewertung einzelner Sachverhalte ab, stellte jedoch fest: „Es ist eine Tatsache, dass China seine militärischen Aktivitäten in der Umgebung unseres Landes ausweitet und intensiviert“ (中国が我が国周辺での軍事活動を拡大・活発化させていることは事実です). Er fügte hinzu, diese militärischen Entwicklungen Chinas seien ein ernster Anlass zur Sorge für Japan und die internationale Gemeinschaft; Japan werde sie mit großem Interesse beobachten und besonnen sowie entschlossen reagieren.

## Quellen (KST)

- Gemeinsamer Generalstab Japans · 23.10.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities: Chinese aircraft activity around Japan (20.10\. je 1 Y-9-Patrouillenflugzeug und Aufklärungsflugzeug) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261023\_01e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 23.10.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities: Chinese aircraft activity around Japan (21.10\. 1 Y-9-Aufklärungsflugzeug) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261023\_02e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 23.10.2026 · Event Summary/Russian Military Activities (17.10\. IL-20) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261023\_04e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 16.10.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (14.10\. Drohnen, Y-9, WZ-7) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261016\_02e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 16.10.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (Flugzeugträger Liaoning und 3 weitere Schiffe) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261016\_06e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 19.10.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (Starts und Landungen von Bordflugzeugen der Liaoning, Verlegung in Richtung Südchinesisches Meer) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261019\_01e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 20.10.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (Zerstörer 121, schnelles Einsatzgruppen-Versorgungsschiff 901) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261020\_02e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 16.10.2026 · 2026年度上半期までの緊急発進実施状況について · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261016\_07.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 14.08.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (12.08\. Y-9) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260814\_02e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 26.08.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (25.08\. Y-9) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260826\_02e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 26.08.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (22.08\. 4 Kriegsschiffe) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260826\_01e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 18.09.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (15.09\. Zerstörer 159, Fregatte 537) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260918\_03e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 18.09.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (15.09\. Zerstörer 133, Fregatte 535) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260918\_04e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 23.06.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (20.06\. Liaoning und 2 weitere Schiffe) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260623\_03e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 08.07.2026 · Event Summary/Chinese Military Activities (07.07\. Zerstörer 153, Fregatte 599) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20260708\_02e.pdf
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 15.10.2026 · 日米共同訓練について (14.10\. Taktische Übung im Ostchinesischen Meer) · https://www.mod.go.jp/js/pdf/2026/p20261015\_01e.pdf
- Japanisches Verteidigungsministerium · 23.10.2026 08:42\~08:47 · 防衛大臣記者会見 · https://www.mod.go.jp/j/press/kisha/2026/1023a.html
- Gemeinsamer Generalstab Japans · 17.04.2026 14:00\~14:22 · 統合幕僚長記者会見 · https://www.mod.go.jp/js/about/message/2026/0417.html