US-Marineinfanterie und philippinische Joint Task Force führten vom 5. bis 9. Oktober Krisenreaktions-Planungsübung in Clark durch

Vereinigte Staaten·Philippinen
Das US-Indopazifikkommando gab am 13. Oktober 2026 bekannt, dass US-Marines der I Marine Expeditionary Force und der Marine Rotational Force – Southeast Asia gemeinsam mit Angehörigen der philippinischen Joint Task Force vom 5. bis 9. Oktober 2026 eine bilaterale Planungsübung auf den Philippinen durchgeführt haben. Eine Bildunterschrift in der Mitteilung des Kommandos wies Clark auf den Philippinen als Übungsort aus. Die Übung dauerte fünf Tage; die Gesamtzahl der Teilnehmer wurde in der Mitteilung des Kommandos nicht genannt.
Das Kommando erklärte, die Übung habe Planer der US-amerikanischen und der philippinischen Streitkräfte zusammengeführt, um das gemeinsame Verständnis zu vertiefen, bilaterale Planungsprozesse zu verfeinern und die Fähigkeit beider Streitkräfte zur Koordinierung in Krisen- und Notfällen zu verbessern. Die Übung wurde als Planungsübung angekündigt, bei der Planer Szenarien durchgehen und Verfahren abstimmen, und nicht als Feldmanöver mit Truppenbewegungen im Freien. Das Kommando erklärte, die Übung stehe in der Kontinuität monatelanger Kontakte zwischen der Marine Rotational Force – Southeast Asia, der I Marine Expeditionary Force und philippinischen Partnern im gesamten philippinischen Archipel.
In der Mitteilung hieß es, zusätzlich aus Kalifornien eingetroffenes Personal der I Marine Expeditionary Force sei gemeinsam mit dem eingeflogenen Führungselement (Fly-In Command Element) der Marine Rotational Force – Southeast Asia eingetroffen und über die Rotationsstreitkraft, die bereits Beziehungen zu den philippinischen Partnern aufgebaut hatte, rasch integriert worden. Das US-Marinekorps schrieb in einer Bildunterschrift, die Marine Rotational Force – Southeast Asia diene als vorderes Führungselement der I Marine Expeditionary Force auf den Philippinen, unterstütze die philippinische Task Force und integriere sich in die philippinischen Streitkräfte, um die Interoperabilität und die kombinierte Einsatzbereitschaft zu stärken.
Planer beider Seiten untersuchten gemeinsam Befugnisse und Führungsverhältnisse
Dem Kommando zufolge erarbeiteten Angehörige beider Seiten anhand von Szenarien ein gemeinsames Verständnis des Auftrags und des Einsatzumfelds. Die Planer untersuchten Befugnisse, Führungsverhältnisse, organisatorische Rollen und weitere Erwägungen, die Einfluss darauf haben, wie sich die beiden Streitkräfte in einer potenziellen Krise abstimmen. Bei den Gesprächen wurde ein von den Philippinen geführter Ansatz betont, und der Schwerpunkt lag darauf, dass die US-Planer philippinische Verfahren und organisatorische Beziehungen von ihren Partnern erlernten, so das Kommando.
Das Kommando erklärte, dieser Prozess habe darauf abgezielt, über die routinemäßige Koordinierung hinauszugehen und das bilaterale Bewusstsein zu schärfen. Wenn man verstehe, wie jede Streitkraft operative Probleme betrachte, Informationen weitergebe und Entscheidungen treffe, ließen sich Reibungspunkte bereits vor einem gemeinsamen Handeln im Ernstfall identifizieren. Das Kommando beschrieb dieses geteilte Verständnis als sogenannte Teamkognition – einen Zustand, in dem ein gemeinsames Verständnis unter Teammitgliedern die Kommunikation, die Entscheidungsfindung und die Gesamtleistung des Teams unterstützt. Das Kommando legte dieses Konzept in der Mitteilung auf diese Weise dar.
Colonel Robert Bunn, Kommandeur der Marine Rotational Force – Southeast Asia, sagte in der Mitteilung, dass die mit den philippinischen Verbündeten aufgebauten Beziehungen diese Übung ermöglichten. Bunn erklärte, Marines und Matrosen hätten während dieser Rotation an der Seite ihrer Partner gelernt, Vertrauen aufgebaut und besser verstanden, wie beide Streitkräfte zusammenwirken, und diese Woche setze auf diesem Fundament die Geschichte des Bündnisses fort. Der Sprecher ist ein Oberst des US-Marinekorps.
Philippinischer Offizier: „Gemeinsam mit den US-Streitkräften lernen und das Zusammenwirken einüben“
Colonel Rowan Rimas von den Streitkräften der Philippinen erklärte in der Mitteilung, dass solche Gelegenheiten es ermöglichten, an der Seite der US-Verbündeten zu lernen und besser zu verstehen, wie beide Streitkräfte zusammenwirken, während das philippinische Militär seine Modernisierung fortsetze und seine externen Verteidigungsfähigkeiten stärke. Rimas sagte, dieses geteilte Verständnis stärke die Interoperabilität und trage dazu bei, im Bedarfsfall für eine gemeinsame Reaktion bereit zu sein. Bei dieser Aussage handelt es sich um das Zitat eines philippinischen Offiziers in der Mitteilung des Kommandos.
Colonel Michael Ogden, Operationsoffizier der I Marine Expeditionary Force, sagte, man könne nicht erst in einer Krise herausfinden, wie man zusammenwirke. Ogden betonte, man müsse voraussehen, was als Nächstes komme, Reibungen frühzeitig erkennen und schwierige Probleme schon jetzt lösen; das gemeinsame Planen mit den philippinischen Verbündeten mache beide Streitkräfte besser auf künftige Herausforderungen vorbereitet.
Generalmajor Gieram Aragones von den Streitkräften der Philippinen hieß die I Marine Expeditionary Force auf den Philippinen und in einer Partnerschaft willkommen, die mit jeder gemeinsamen Übung wachse. Aragones sagte, diese Übung baue auf bereits gewachsenen Beziehungen auf, ermögliche es, als ein Team zu lernen und diese Erkenntnisse auf den nächsten Schritt anzuwenden; umsichtiger und kontinuierlicher Fortschritt sei der Weg zur Stärkung des Bündnisses und zur Verbesserung des gemeinsamen Zusammenwirkens. Brigadegeneral Joshua Smith, stellvertretender Kommandierender General der I Marine Expeditionary Force, sagte, Ausbildung beginne mit Vertrauen. Smith erklärte, man sei vor Ort, um zuzuhören, zu lernen und an der Seite der philippinischen Verbündeten zu arbeiten; jede Gelegenheit zur gemeinsamen Planung verbessere das gegenseitige Verständnis, stärke das Team und erhöhe die Fähigkeit, im Falle eines Einsatzbefehls gemeinsam zu reagieren. Alle vier Aussagen sind Zitate aus der Mitteilung des Kommandos und stellen keine gesonderten Erklärungen der Regierungen der Philippinen oder der Vereinigten Staaten dar.